Hydrotherapie

Hydrotherapie und Unterwasserdruckstrahlmassagen:

Medizinische Bäder gehören zu den Behandlungen der Physiotherapie. Sie werden
entweder ärztlich verordnet oder privat genutzt. Besonders häufig werden sie
bei rheumatischen, orthopädischen und traumatischen Erkrankungen wie
· Wirbelsäulenerkrankungen,
· Frakturen und
· Weichteilverletzungen eingesetzt.

Die wichtigsten medizinischen Bäder sind:

Bewegungsbad: Beim Bewegungsbad wird der Auftrieb des Wassers genutzt, um die
Muskeln zu trainieren und den Kreislauf anzuregen. Indikationen sind u.a.
Arthritis, Osteoporose und Haltungsanomalien. Das Wasser ist dabei lauwarm bis warm.

Moorbad: Moorbäder sind Voll- oder Teilbäder mit Badetorf. Da Torf die Wärme nur sehr langsam abgibt – im Gegensatz zu Wasser – sind hiermit so genannte Überwärmungsbäder möglich.

Kohlensäurebad: Bäder in kohlendioxidhaltigem Wasser fördern die Durchblutung
und regen den Kreislauf an. Lauwarme Kohlensäurebäder senken den Blutdruck und
entlasten das Herz.

Sauerstoffbad: Sauerstoff wird dem Wasser während des Bades direkt zugeführt;
es handelt sich um ein warmes Sprudelbad, das die Durchblutung anregt.

Solebad: Das Solebad enthält bis zu sechs Prozent Salze. Salzwasser wird in
der Rheumatherapie eingesetzt, aber auch bei verschiedenen Hauterkrankungen,
Stoffwechselstörungen und gynäkologischen Krankheiten.

Schwefelbad: Bad in einem schwefelhaltigen Wasser, es soll die
Durchblutung fördern und antibakteriell wirken. Indikationen sind zum Beispiel
Psoriasis, Neurodermitis und chronische Ekzeme.

Jodbad: Bad in einem Jodid-haltigem Wasser, Jodide werden durch die Haut
resorbiert. Indikationen sind Furunkulose, Schweißdrüsenabszess,
Arteriosklerose.

Eichenrindenbad: Die in Eichenrinde enthaltene Gerbsäure bessert nässende
Hautveränderungen.

Fichtennadelbad: Die aromatischen Öle aus Fichtennadeln lindern nervöse Störungen und Schlaflosigkeit und unterstützen bei Rekonvaleszenz.

Stangerbad: Bei diesem speziellen Bad wird ein geringer elektrischer Strom von
0,3 bis 2 Ampère im Wasser erzeugt, der als leichtes Kribbeln spürbar wird.
Diese Behandlung soll positiv auf die Muskulatur und schmerzlindernd bei
Neuralgien und Rheuma wirken.